Samstag, 21. Januar 2017

Pizzatorte

Gestern war ein denkwürdiger Tag in der Menschheitsgeschichte. Wenn auch kein guter.
Was die Trump Regierung jetzt mit sich bringt, wird sich wohl zeigen aber trotz der düsteren Aussichten sollten wir versuchen die Hoffnung nicht zu verlieren, denn wie schon die Antilopen Gang sagte:
 
"Es geht nicht um Herkunft, Hautfarbe und Religion,
Hauptsache, der Teig ist dünn; Hauptsache, Tomatensoße,
Hauptsache, Keese; die Welt ist eine Scheibe,
Wer grade Pizza isst, tut keinem Menschen was zuleide [...],

Oh, ich glaube fest daran
Dass uns Pizza retten kann!
Sie verbündet diese Welt
Baby, lass uns Pizza bestell'n!
Oh, ich glaube fest daran
Dass uns Pizza retten kann!"

Dauer: 30 Minuten (+Back- und Gehzeit)
Schwierigkeit: Leicht
Ergibt: Genug Pizza für einen einsamen Filmabend oder eine ganze Party ;)

Zutaten:
Pizzateig (am besten über Nacht gehen lassen):
-750g Mehl
-375g warmes Wasser
-3/4 Würfel Hefe
-1-2EL Olivenöl 
-1EL Zucker
-1/2TL Salz
Etwas Mehl zum bestäuben der Arbeitsfläche

Pizza:
-1 Dose Pizzatomaten
-500ml Passata
-3-6 Zehen Knoblauch, nehmt einfach so viel ihr wollt. ;)
-2EL Olivenöl
-1 Lorbeerblatt (könnt ihr notfalls auch weglassen)
-1TL Oregano
-Salz & Pfeffer
-1/2TL Zucker
-frischer Basilikum
-1/2TL Harissa oder Paprika edelsüß
-2 Packungen veganer Käse oder Hefeschmelz
-Pizzabelag eurer Wahl

Zubereitung:

Das Olivenöl erhitzen und den Knoblauch direkt ins heiße Öl pressen.

Der Knoblauch, wenn er anfängt braun zu werden, mit der Passata und den Pizzatomaten ablöschen.

Zu der Tomatensauce kommen nun die Gewürze, dann den Deckel drauf und alles für mindestens 10 Minuten kochen.

Jetzt könnt ihr in der Zeit schonmal den Teig, der mindestens 6 Stunden (am besten aber über Nacht) gegangen sein sollte, ausrollen...

...und dann eine normale Kuchen Backform damit auslegen.

Zu der Tomatensauce kommen jetzt noch der Zucker und etwas gehackter Basilikum.

Jetzt habt ihr eigentlich alles für die Pizza am Start, fehlt nur noch der Belag bzw. die Füllung. ;) 

In die Form kommt nun etwas Tomatensauce und euer Wunschbelag.

Auf den Belag kommt jetzt ein weiterer Boden. Rollt dafür einfach weitere (circa) 90g von eurem Pizzateig aus, und bedeckt damit den Belag, nicht den Rand. 
Ihr könnt die Beläge, die sich abwechseln, natürlich auch Mischen.

Zwischendrin würde ich auch immer noch mal wieder eine Schicht mit Keese einbauen.
Insgesamt solltet ihr auf etwa 7-8 Schichten kommen, drückt die Böden bevor ihr sie mit Tomatensauce bestreicht auch immer nochmal wieder nach unten damit mögliche Luft rausgedrückt wird.

Auch wenn die Packung und Testberichte versprechen, dass der Simply V Keese von selbst schmilzt, geh ich lieber auf Nummer sicher und mache eine kleine Portion recht flüssigen Hefeschmelz, da die Pizza ja doch recht lange im Ofen ist und ich nicht will das irgendwas anbrennt. ;)

Also, den letzten Boden ausgerollt, dieses Mal ohne Tomatensauce darunter, veganen Keese und/oder nur Hefeschmelz darauf verteilen...

...den Rand umschlagen und bei 180°C für 30 Minuten in den Ofen.

Nach 30 Minuten sollte die Pizzatorte jetzt schon ganz schön aufgegangen sein, einmal kurz reinstechen damit die Luft entweichen kann...

...und dann bei 130°C für weitere 30 Minuten ausbacken.

Jetzt solltet ihr sie noch für mindestens 10 Minuten abkühlen lassen damit sie sich etwas setzen kann.

Jetzt vorsichtig den Ring der Springform lösen, etwas Basilikum drauf...

...anschneiden...

...und genießen. <3
"Viva la Magherita, hoch die Calzone, 
Feuer und Flamme dem Holzkohleofen!"
Guten Appetit. ;)

Mittwoch, 11. Januar 2017

Garlicky Miso Nudelsuppe

Was gibt es eigentlich großartigeres als Knoblauch?
Davon kann es doch eigentlich gar nicht genug geben in einem Gericht!
Diese Nudelsuppe lässt sich übrigens auch super abwandeln und mit anderem Gemüse (oder Nudelsorten falls ihr nicht an Udon Nudeln rankommt) machen lässt.

Dauer: circa 45 Minuten
Schwierigkeit: Leicht
Ergibt 3-4 Portionen


Zutaten:
-2-3 Knollen Knoblauch
-1EL Sesam- oder Erdnussöl
-1 Prise Salz & Zucker
-600g Udonnudeln
-1l leichte Gemüsebrühe
-2-3 EL Misopaste
-1-2EL Sojasauce
-200g Tofu oder Seitan
-2 Bak Choi
-100g (Shiitake) Pilze
-1 Kumquat (optional) 
-Frische Chili nach belieben
-circa 1TL gehackter Ingwer
-1/2 Karotte
-1/2 rote Zwiebel
-etwas frischen (Thai-)Koriander oder Thai-Basilikum

Zubereitung:

Fangen wir mit dem besten an: Dem Knoblauch. <3
Der wird geschält, mit dem Öl übergossen und mit dem Salz und Zucker vermengt.

Jetzt kommen die Knoblauchzehen für circa 20 Minuten, bei 180°C in den vorgeheizten Ofen.
Wenn die Zehen weich und angebräunt sind, sind sie gut.
Durchs backen verliert er übrigens auch ziemlich viel von seinem Mundgeruch potential, falls euer Umfeld nicht ganz so positiv auf Knoblauch eingestellt sein sollte.
Oder ihr wechselt einfach den Freundeskreis. :D

In der Zwischenzeit kann schonmal der Rest geschnibbelt werden, alles so fein wie möglich.
Den Bak Choi in Blatt und Stiel unterteilen und die Stiele in Streifen schneiden, die Blätter nur grob zerschneiden. Die Karotte in feine Stifte und den Tofu in Würfel schneiden. Aus der Chili werden, ganz nach eurem Belieben Ringe und derIngwer wird gehackt. Die Shiitake und rote Zwiebel in dünne Streifen.
Die Kumquat halbiert oder viertelt ihr einfach. Die kocht eh nur mit und gibt der Brühe Geschmack. :)

So sollte euer Knoblauch aussehen, wenn er fertig ist. 

In einem seperaten Topf, macht ihr nun die Udon Nudeln (gibt es in allen Asia Märkten oder in Feinkostabteilungen in großen Supermärkten) nach Packungsanweisung.

In einem anderen Topf werden nun die Knoblauchzehen mit dem Öl in dem sie gebacken wurden und Chili & Ingwer erhitzt.

Ein bisschen Wasser dazu geben und ihr solltet die Zehen mühelos zerdrücken können.
(Dieser Geruch <3)

Gebt nun das restliche Wasser von dem einen Liter dazu und püriert das ganze nochmal, damit der gute Knoblauch am Ende nicht ungerecht verteilt ist. 

Den Knoblauch Sud jetzt noch mit etwas von eurer Lieblingsbrühe würzen. Nicht zu kräftig, die Misopaste gibt dem ganzen nachher noch ordentlich Würze.

Die Udon Nudeln, einfach abgießen und bei Seite stellen wenn ihr sie nach Packungsanleitunggekocht habt.

 In die Brühe kommen nun die "Stiele" des Bak Chois, die dünnen Karottenstreifen, den Tofu, die Zwiebeln und die Pilze. Auch die Kumquat kommt dazu und wird mit aufgekocht. Kocht sie nicht zu lange, das Gemüse sollte noch schön knackig bleiben. Circa 2 Minuten sollten ausreichen. Dann entfernt ihr die Kumquat die jetzt ihre Säure abgegeben hat.

 In einer seperaten Schüssel mischt ihr nun die Miso Paste mit der Brühe, sie sollte nicht aufgekocht werden, da manche Misopasten sonst ziemlich ausflocken können. Da sich Miso Pasten geschmacklich extrem unterscheiden können, nehmt lieber erstmal etwas weniger und würzt gegebenenfalls noch etwas nach.

Zu der Brühe kommen nun noch die Udon Nudeln...

...etwas gerupfter Koriander und das Blattgrün vom Bak Choi.
Die Suppe sollte jetzt eigentlich noch heiß genug sein um sie direkt zu servieren, ansonsten wärmt sie nochmal auf schwacher Flamme auf.

Jetzt das ganze wenn ihr wollt noch mit ein paar von den sehr, sehr dünn geschnittenen Zutaten garnieren, servieren und genießen. :)
Guten Appetit.

Montag, 9. Januar 2017

5 Minuten Avocado Burger

Frohes neues Jahr!
Wie ihr ja selber merkt, ich komme nicht mehr so oft zum Rezepte schreiben. Das ganze tut mir schrecklich Leid, aber irgendwie muss ich ja auch Geld verdienen. ;)
Wie ihr ja vielleicht schon bemerkt habt, entscheide ich mich auf meinem Blog bewusst gegen Werbung und auch Sponsoring/Product Placement von irgendwelchen Firmen.
Da ich alles aus eigener Tasche bezahle, fehlt dann manchmal tatsächlich einfach die Zeit neben der Arbeit in der Veganbar oder auch das Geld um Zutaten zu besorgen. Seid also bitte weiterhin so wundervoll lieb und geduldig wie bisher. Eure Motivations Nachrichten sind einfach der Hammer und deshalb möchte ich diesen Blog auch nicht völlig aufgeben.
Aber nun zum wichtigsten: dem Rezept.
Ganz oft wenn es schnell gehen muss, wird die Mahlzeit zum ungesunden Fast Food. Vorallem bei einem Burger Liebhaber wie mir. Fertige Buns sind mir allerdings ein Grauß und viele fertige Patties schmecken auch nicht sonderlich gut. Auf Grund von Zeitmangel fällt selber machen als Option allerdings auch oft weg. Dafür ist dieser Burger genau das richtige.
Er dauert wirklich nur 5 Minuten in der Herstellung, ist gesund und schmeckt total genial. :)

Dauer: 5 Minuten
Schwierigkeit: Leicht
Ergibt 4 Burger


Zutaten:
-4 Avocados
-200g Walnüsse
-5-6 braune Champignons
-eine Hand voll getrocknete Tomaten
-1/2 rote Zwiebel
-2-3 Knoblauchzehen
-etwas Olivenöl
-etwas Petersilie
-1 Prise Salz
-Burger Toppings und Salate eurer Wahl

Zubereitung:
In einen Mixer kommen die Walnüsse, zusammen mit den geputzten und halbierten Champignons, die Zwiebel, Knoblauch, getrocknete Tomaten & Petersilie

Jetzt alles auf Full Speed durchmixen, bis ein glatter, Teig dabei rauskommmt. Noch mit etwas Salz und einem kleinen Schuß Olivenöl abschmecken, fertig ist der rohe Pattie Teig.

Als Buns halten in diesem Rezept die Avocados her. Sie sollten zwar Reif, aber nicht zu weich sein.
Eifnach halbieren und mit einem Löffel aus der Schale lösen.
Die untere Hälfte der "Buns" noch mit einem Messer begradigen, so das mensch schön darauf stapeln kann.

Jetzt schichtet ihr auf den Avocado Hälften noch eure Lieblings-Burger-Toppings, formt aus dem Pattie Teig noch kleine "Bratlinge" und Tada, fertig ist der Rohkost Burger.
Keine Angst, es wird dieses Jahr nicht nur Rohkost Rezepte geben, aber probiert es aus. Es ist echt verdammt lecker.
Die "Pommes" bestehe übrigens aus Ananas und der "Ketchup" aus Himbeerpüree.